STRESS – Ist ein Begriff, der in der heutigen Zeit immer häufiger und in den verschiedensten Settings auftritt. Für jeden ist es ein individuelles Gefühl, welches Situationsabhängig ist. Hier spielt die individuelle Bedeutsamkeit, die Intensität und Dauer mit ein. Außerdem ist es entscheidend, ob eine Situation kontrollierbar und vorhersehbar ist. Man unterscheidet zwischen positiven (Aufregung, Freude) und negativen (Gefahr, Bedrohung) Stress.

Stress und wie er entsteht

Es gibt äußere Anforderungsbedingungen, wie kritische Lebensereignisse (größere Veränderungen im Leben) oder Alltagsbelastungen denen wir jeden Tag ausgesetzt sind. Das sind sogenannte Stressoren, Beispiele hierfür sind Zeitdruck, ständige Erreichbarkeit, Unzufriedenheit in der Beziehung oder finanzielle Belastungen, aber auch Naturkatastrophen. Hier zu kommen persönliche Stressverstärker, wie Ungeduld oder Perfektionismus, die ein solchen Stressor verstärken können. Schlussendlich führt dies zu einer Stressreaktion bei einem Menschen. Das kann sich auf der physischen (Herzrasen), emotionalen (innere Unruhe) oder Verhalts-Ebene (vermehrtes Rauchen) erkenntlich zeigen.

Stressor <–> persönliche Verstärker -> Stresssituation

Vorteile – Stress

Bei einer akuten körperlichen Stressreaktion wird beispielsweise die Durchblutung des Gehirns gesteigert und Sinnesorgane zur schnellen Aufnahme geschärft. Die Atmung wird schneller, mehr Sauerstoff wird aufgenommen. Das Herz wird leistungsfähiger. Gehirn und Arbeitsmuskeln werden besser mit Sauerstoff und Energie versorgt (Stoffwechselsteigerung). Für kurze Zeit wird das Immunsystem „aufmerksamer“ und die Verdauungstätigkeit sowie die Schmerzempfindlichkeit reduziert. Je nach Stressor, persönlichen Verstärker und der resultierenden Reaktion, ist man Leistungsfähiger. Auch kann bei positiver Absolvierung der stressauslösenden Situation ein schneller Lernerfolg, hinsichtlich der Situation, erfolgen.

Hans Selye: „Stress ist die Würze des Lebens“ – Positive Anspannungen steigern das Lebensgefühl. Ein Wechsel zwischen An- und Entspannung ist wichtig.

Nachteile – Stress

Besteht eine unangenehme Situation über einen längeren Zeitraum, ohne Erholungs- und Entspannungsphasen, so muss unser Körper mit viel Aufwand ein neues, verschobenes Gleichgewicht finden. Unser Körper gewöhnt sich an diese Belastung und schafft es nicht mehr in ruhigen Phasen ein normales Ruheniveau zu erreichen (Erschöpfungsphase). Die oben genannten kurzzeitigen körperlichen Reaktionen bleiben konstant: hoher Blutdruck, geringe Elastizität der Gefäße, schlechte Verdauung, erhöhte Muskelspannung, reduzierte Immunabwehr, erhöhte Blutzuckerwerte u.v.m. Eine situationsbedingte Verhaltensänderung, wie vermehrtes Rauchen, Alkohol, ungesunde Ernährung stellt zusätzlich eine Gesundheitsgefährdung dar. Auch kognitive Reaktionen, wie Grübeln, Konzentrationsstörungen, Katastrophisieren oder Leistungsschwäche können im Verlauf auftreten.

Stress – Möglichkeiten der Bewältigung

Finden Sie sich nicht zu lang mit den für Sie empfundenen Stressoren ab. Es gibt eine Vielzahl an Stressbewältigungsmöglichkeiten, wie sie sich selber helfen oder helfen lassen können. Reagieren Sie frühzeitig mit präventiv